Richtig schwenken mit dem Metalldetektor

Wer mit dem Metalldetektor unterwegs ist, weiß: Nicht nur das Gerät entscheidet über den Erfolg – sondern vor allem die richtige Technik. Einer der häufigsten Anfängerfehler ist ein falsches oder ungleichmäßiges Schwenken. In diesem Beitrag zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du deinen Metalldetektor korrekt führst und deine Fundquote deutlich steigerst.


1. Die richtige Haltung – Stabilität statt Hektik

Bevor du überhaupt schwenkst, kommt es auf deine Körperhaltung an:

  • Halte den Detektor locker, aber kontrolliert.

  • Dein Arm sollte leicht angewinkelt sein.

  • Die Spule (Suchkopf) bleibt parallel zum Boden.

  • Führe die Bewegung aus dem Arm – nicht aus dem Handgelenk.

Wichtig: Die Spule darf am Ende der Schwenkbewegung nicht nach oben gezogen werden. Das passiert häufig unbewusst, reduziert jedoch die Ortungstiefe und kann dazu führen, dass Funde übersehen werden.


2. Die perfekte Schwenkbewegung

Die optimale Bewegung ist:

  • Langsam und gleichmäßig

  • Bodennah (etwa 1–3 cm über dem Boden)

  • Mit leicht überlappenden Bahnen (ca. 30 Prozent)

Viele moderne Geräte wie der XP Deus II oder der Minelab Equinox 900 reagieren sensibel auf die Schwenkgeschwindigkeit. Zu schnelles Schwenken kann dazu führen, dass kleine oder tief liegende Objekte nicht sauber erkannt werden.

Als Faustregel gilt: Lieber etwas zu langsam als zu schnell.


3. Systematisch statt kreuz und quer

Gerade auf größeren Flächen solltest du strukturiert vorgehen:

  • Arbeite in geraden Bahnen

  • Teile dir das Suchgebiet in gedankliche Abschnitte ein

  • Drehe nach dem Absuchen einer Fläche um 90 Grad und suche erneut

Dieses sogenannte Kreuzsuchen erhöht die Wahrscheinlichkeit, auch schräg liegende Objekte zu orten.


4. Gelände anpassen – Jeder Boden ist anders

Nicht jedes Gelände erlaubt eine perfekt ebene Führung der Spule:

  • Wiese: Möglichst gleichmäßiger Abstand zum Boden

  • Acker: Den Unebenheiten folgen, ohne die Spule anzuheben

  • Wald: Hindernisse umschwenken, dabei Bodenabstand konstant halten

  • Strand: Langsamer schwenken, da nasser Sand das Signal beeinflusst

Besonders bei mineralisierten Böden oder salzhaltigem Sand kann es sinnvoll sein, die Sensibilität oder den Bodenabgleich entsprechend anzupassen.


5. Typische Fehler beim Schwenken

  • Zu schnelles Schwenken

  • Spule am Ende der Bewegung hochziehen

  • Zu große Schwenkbewegungen

  • Keine Überlappung der Suchbahnen

  • Hektische Richtungswechsel

Viele Einsteiger unterschätzen, wie entscheidend die richtige Technik ist. Selbst mit einem Einsteigergerät lassen sich sehr gute Ergebnisse erzielen, wenn die Führung stimmt.


6. Übung macht den Unterschied

Ein praktischer Tipp: Vergrabe testweise verschiedene Metallobjekte in unterschiedlichen Tiefen auf einem geeigneten Grundstück, auf dem das erlaubt ist. So bekommst du ein besseres Gefühl für:

  • Signalverhalten

  • Einfluss der Schwenkgeschwindigkeit

  • Optimale Spulenhöhe

  • Unterschiedliche Leitwerte

Mit regelmäßiger Übung entwickelst du ein gleichmäßiges Suchmuster und ein besseres Gehör für relevante Signale.


Fazit: Technik entscheidet

Der beste Metalldetektor bringt wenig, wenn er falsch geführt wird. Richtig schwenken bedeutet:

  • Bodennah

  • Langsam

  • Gleichmäßig

  • Überlappend

  • Systematisch

Wer diese Grundlagen beachtet, wird weniger überlaufen und deutlich erfolgreicher suchen.

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